Zusammen wachsen

Aus der Region, 17.06.2013

Erste Vertreterversammlung der Volksbank eG Schwarzwald Baar Hegau am 12. Juni in Singen

Zusammen lässt sich mehr erreichen: Deshalb haben die Volksbank eG, Villingen und die Volksbank Hegau eG im Jahr 2012 ihre Kräfte gebündelt zur Volksbank eG Schwarzwald Baar Hegau - in der Region, für die Region. Nun lud das Finanzinstitut am 12. Juni 2013 zur ersten ordentlichen Vertreterversammlung im Jahr eins nach der Fusion ein.

238 Vertreter aus dem gesamten Geschäftsgebiet der Volksbank eG kamen in die Stadthalle Singen, um gemeinsam mit Aufsichtsrat und Vorstand die Zeit des Zusammenwachsens zu betrachten. Nach einer Eröffnung und Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden der Volksbank eG, Dr. Peter Uffelmann, machte eine Talkrunde mit dem Führungstrio der Volksbank eG den Auftakt des Abends. Der Vorstandsvorsitzende Joachim Straub, Vorstand Ralf Schmitt und der Generalbevollmächtigte Daniel Hirt gaben dort einen Einblick in die gemeinsame Arbeit und die Entwicklung nach der Fusion. Der Eindruck: Ein Trio, das sich sehr gut versteht und gemeinsam in die Zukunft wachsen will.

Anschließend stand Joachim Straub in seinem Bericht des Vorstandsvorsitzenden Rede und Antwort über das Geschäftsjahr 2012 und des Jahresabschlusses 2012. Dabei hat sich Volksbank eG äußerst solide und ertragsstark präsentiert. Straubs Resümee: "Es war ein ereignisreiches und arbeitsreiches Jahr. Die neue Volksbank ist in der kurzen Zeit schon gut zusammengewachsen. Das Kundengeschäft hat sich erfreulich entwickelt. Das Ergebnis ist gestiegen, das Eigenkapital konnte gestärkt werden. Wesentliche Weichen für die Zukunft sind gestellt. 2012 war ein gutes Jahr für Ihre Volksbank Schwarzwald Baar Hegau." Denn die Volksbank eG bleibt weiter auf Wachstumskurs und ist mit jetzt über 55.000 Mitgliedern die mitgliederstärkste Wirtschaftsvereinigung in der Region. Sowohl Kundeneinlagen als auch Kundenkredite legten im Jahr 2012 spürbar zu. Das gesamte betreute Kundenvolumen überstieg erstmals die 4-Milliarden-Grenze und liegt nun bei 4,18 Milliarden Euro, die Bilanzsumme liegt nun bei 3,11 Milliarden Euro.

In 2012 waren die Geschäftsanteile erneut begehrt und sind trotz begrenzter Zeichnungsmöglichkeit  um weitere 2,5 Prozent gestiegen. "Angesichts des erfolgreichen Jahres schlagen wir - trotz des weiter gesunkenen Zinsniveaus - in diesem Jahr noch einmal eine Dividende von 6 Prozent vor."

In seinem Einblick in die Entwicklung des laufenden Jahres und den weiteren Ausblick gab Straub zu bedenken, dass bei den  Banken allgemein die Niedrigzinsphase beim Zinsüberschuss merkbar durchschlage. "Wir rechnen deshalb mit einem rückläufigen Ergebnis, da dieser Rückgang beim Zinsüberschuss weder durch wachsendes Geschäftsvolumen noch durch Kostensenkung ausgeglichen werden kann." Aus diesem Grund werde man wahrscheinlich für das Jahr 2013 eine Dividende von 5 Prozent vorschlagen. "Davon abgesehen sind wir gut in das neue Jahr gestartet. Das Wachstum, wenn auch etwas geringer wie im Vorjahr, setzt sich fort. Die Ertrags- und Aufwandsentwicklung verläuft plangemäß. Insofern gehen wir heute davon aus, dass wir das geplante Ergebnis vor Bewertung, das unter dem Vorjahr liegt, erreichen werden."

In seinem Part ging Vorstand Ralf Schmitt auf die Entwicklung der Märkte angesichts des historisch niedrigen Zinsniveaus und des Wertpapiergeschäfts ein, und die Herausforderungen für Kunden und Bank, die aus diesen Bedingungen heraus resultieren. In diesem Zusammenhang kam er auch auf den starken Verbund mit Partnern wie der UnionInvestment, der Bausparkasse Schwäbisch Hall und den R+V Versicherungen zu sprechen, der solide und vorausschauend agiere. Zudem lasse man sich immer an der Vision der Volksbank eG messen, die da laute: "Wir sind als Bank - in der Region, für die Region - die erste Adresse für Privatkunden und den gewerblichen Mittelstand. Unsere hohe Beratungsqualität und Lösungskompetenz ist die Basis für eine langfristige, auf Partnerschaft beruhende Kundenbeziehung." Dann ging Schmitt noch auf die Leistungsbilanz der Volksbank eG und deren Bedeutung für die regionale Wertschöpfung ein: "Unsere Leistungsbilanz mit 42 Millionen Euro an Steuern, Gehaltszahlungen und Investitionen in die Region zeigt, dass wir in erheblichem Maße regionale Wertschöpfung schaffen", und verwies noch auf die beiden Stiftungen der Volksbank eG, mit denen man sich nachhaltig zum Wohl der Menschen einsetze, die hier leben.

Dass die Vertreter angesichts der präsentierten Zahlen mit dem Kurs ihrer Bank einverstanden sind, dokumentierten sie auf der Versammlung mit ihren durchweg einstimmigen Beschlüssen zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Einig zeigte sich das "Bank-Parlament" auch bei den turnusmäßig anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat. Entsprechend § 24, Abs. 3 der Satzung der Bank endete in diesem Jahr die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder Gerhard Feyer, Klaus Hall, Constantin Papst, Clemens Schmider, Michael Somme, und Dr. Peter Uffelmann. Die Wiederwahl der Herren war zulässig und wurde der Versammlung empfohlen, die die sechs Herren im Kontrollgremium bestätigte. Das Aufsichtsratsmitglied Jürgen Koball schied wegen des Erreichens der Altersgrenze (70 Jahre) aus. Als Nachfolger wurde der Villinger Clemens Möhrle vorgeschlagen, auch diesem Vorschlag folgte die Versammlung. Zudem nahm die Vertreterversammlung den Vorschlag über eine Dividende in Höhe von 6 Prozent an.

Weiter ging es mit einer Talkrunde mit den jungen Vorständen der ersten Schülergenossenschaft im Schwarzwald-Baar-Kreis, der KHS Mensa eSG, die der Einladung zur Vertreterversammlung und zum Interview durch Vorstand Ralf Schmitt gefolgt waren.  "Uns ist es sehr wichtig ist, genossenschaftliche Werte zu leben. Wir möchten hier vor Ort die Finanz- und Wirtschaftskompetenz  und damit auch die finanzielle Bildung steigern, gerade auch bei der jungen Bevölkerung", sagte Ralf Schmitt in seiner Anmoderation der Runde über die Intention der Volksbank eG den Junggenossen als Patin zur Seite zu stehen. Im Interview gaben Marco Braatz, 1. Vorstand, Linda Montel, 2. Vorstand und Lehrerin und Aufsichtsrätin Andrea Gentner dann einen Einblick darüber, wie sich die Schülergenossenschaft seit der Gründungsveranstaltung am 8. März entwickelt habe. Das Fazit: Gut. Alles läuft, im kommenden Jahr wird die Genossenschaft in Form einer Arbeitsgemeinschaft weitergeführt.

Letzter Punkt des mittlerweile fortgeschrittenen Abends war die Ehrung des scheidenden und sichtlich gerührten Aufsichtsratsmitglieds Jürgen Koball. Sie nahm auf  humorvolle und warmherzige Weise der Vertreter des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands (BWGV), Dietrich Herold,  vor, bevor Dr. Peter Uffelmann die Versammlung in den geselligen Teil des Abends verabschiedete.